Im Getränkeflaschenbereich ist besonders das Wachstum in den Segmenten Bier, Sekt und nichtalkoholische Getränke hervorzuheben. Das Absatzplus bei Bier ist auf höhere Exportabsätze und verschiedene erfolgreiche Aktivitäten im Inland zurückzuführen. Der Absatzanstieg beim Sekt ist hauptsächlich mit der Zunahme der Nachfrage nach Schaumweinen und sektähnlichen Getränken verbunden, wo wir als starker Partner unserer Kunden auch entsprechend partizipieren konnten. Außerdem hält bei den nichtalkoholischen Getränken der Trend, zu Glas als Mehrwegverpackungsmaterial zurückzukehren. vor allem bei Mineralwässern weiter an.
Obwohl die Marktentwicklung bei Konserven- und Verpackungsgläsern für Lebensmittel weniger dynamisch ist als die der Getränkeflaschen, sollte sich dies dennoch positiv in der Gesamtjahresentwicklung für Saint-Gobain Oberland auswirken.
Der Behälterglasmarkt in ganz Russland war bisher durch Maßnahmen seitens der staatlichen Behörden geprägt. Diese überprüften alle Füll-Lizenzen der Industrie für alkoholhaltige Getränke, was teilweise den Markt unstabil machte. Diese Maßnahme scheint zum größten Teil abgeschlossen zu sein. Weiterhin ergab sich durch das Wettbewerbsumfeld ein erhöhter Preisdruck.
In der Ukraine ist auf Grund der stärker restriktiven staatlichen Einflussnahme auf den Alkoholkonsum ein signifikanter Rückgang der Spirituosenproduktion am Markt zu beobachten, dafür entwickelte sich der Gläser-Markt positiv. Unsere Absatzmengen – v.a. im Gläserbereich – liegen exportbedingt auf einem guten Niveau.
Gesteigerter Umsatz und Ertrag
Trotz schwieriger allgemeiner Rahmenbedingungen liegt der Konzernumsatz mit 387,6 Mio. EUR knapp 5% über dem Vorjahr. Höhere Produktionskosten führen jedoch zu einem leicht niedrigeren Ergebnis gegenüber den ersten neun Monaten 2010. Steigende Energiekosten belasten weiterhin das Ergebnis vor allem in Deutschland und in der Ukraine.
Ausblick 2011
Für das Gesamtjahr 2011 werden innerhalb des noch ausstehenden letzten Quartals im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Änderungen der Umsatz- und Ertragskennzahlen erwartet. Der Umsatz dürfte somit, wie erwartet, insgesamt über Vorjahres-Niveau liegen. Allerdings werden die Ergebnisse durch signifikante Kostensteigerungen, v.a. bei Energie und Rohstoffen, negativ beeinflusst.
Im November 2011
Saint-Gobain Oberland AG
Der Vorstand
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