26.03.2010

Geschäftsentwicklung insgesamt positiv

Bad Wurzach, 26. März 2010 – Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat im Jahr 2009 dazu geführt, dass die Saint-Gobain Oberland AG ihre Absatz- und Umsatzziele nicht in vollem Umfang erreichen konnte. Der Behälterglashersteller verzeichnet dennoch eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung. Der Konzernumsatz verringerte sich um 6,0 Prozent von 556,5 Mio. Euro im Jahr 2008 auf 523,1 Mio. Euro im Berichtsjahr. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 44,9 Mio. Euro, nach 52,5 Mio. Euro im Vorjahr. Dies geht aus dem Jahresabschluss hervor. Der vollständige Geschäftsbericht der Gesellschaft wird am 26. März 2010 veröffentlicht.

Die allgemein schwache Konjunktur wirkte sich im Berichtsjahr nicht einschneidend auf den Verbrauch von Glasverpackungen aus. Allerdings gerieten einzelne Produktsegmente unter Druck. Dies betraf Saint-Gobain Oberland vor allem in den Bereichen Bier und Wein. Der Bierabsatz litt im ersten Quartal beim Export unter dem Einbruch der Zielmärkte, im zweiten Quartal unter den Wettereinflüssen in Deutschland. Bei Mehrwegglas machten sich Investitionsstopps seitens der Brauereien bemerkbar. Im Weinbereich wurde der Umsatzrückgang vor allem durch das vorausgegangene Anhäufen von Überbeständen verursacht. Der Bereich Gläser blieb weithin stabil.

Die Behälterglaswerke von Saint-Gobain Oberland in Russland und in der Ukraine waren von der internationalen Wirtschaftskrise ebenfalls betroffen. Hier wirkten sich zusätzlich Währungsprobleme aus. In Russland erhöhte sich der Gesamtumsatz dennoch, von 81,8 Mio. Euro auf 86,3 Mio. Euro (+ 5,6 Prozent). Die Ursache liegt primär in der Integration des Werks Kamyshin für das gesamte Gesamtjahr 2009. In der Ukraine sank der Umsatz um 30,5 Prozent auf 37,1 Mio. Euro.
 
Positiv wirkte sich im vergangenen Jahr aus, dass sich die Preise für Energie und Rohstoffe entspannten. Der Markt für Scherben ­– Hauptrohstoff der Behälterglasindustrie – beruhigte sich ebenfalls etwas. Teilweise ist Recyclingglas allerdings immer noch knapp.
 
Kontinuierliche Anlagenoptimierung insbesondere bei großen Wannenreparaturen ermöglichte es Saint-Gobain Oberland, stetig effizienter und energiesparender zu produzieren. Zusammen mit einer konsequenten Qualitätsausrichtung sieht sich das Unternehmen auch für die Zukunft den hohen Anforderungen der Kunden an Produktqualität gewachsen.
 

Der Jahresüberschuss der AG verringerte sich leicht von 26,2 Mio. Euro auf 24,3 Mio. Euro. Hiervon sollen 24,00 Euro je Aktie als Dividende ausgeschüttet werden. Dies werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung in Bad Wurzach-Ziegelbach am 18. Mai 2010 vorschlagen.


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