Allgemeine Lage
Der Rückgang im Markt für Glasverpackungen hat sich aufgrund
der Auswirkungen der Verpackungsverordnung auf niedrigem
Niveau verstetigt. Dies führte zu Überkapazitäten und hohen
Lagerbeständen. Daher werden zur Zeit in der Industrie
Kapazitätsanpassungen an Marktgegebenheiten vorgenommen.
Umsatz / Ergebnis
Der Umsatz der Saint-GobainOberland AG liegt mit dem
Kerngeschäft Behälterglas sowie Bauglas für das erste Halbjahr
bei 155,5 Mio. Euro (Vorjahr: 172,3 Mio. Euro). Das Ergebnis
erreichte 21,1 Mio. Euro nach Steuern. Ein erheblicher Teil davon
resultiert aus der Ende Juni erfolgten Veräußerung des
Bauglasbereichs. (Vorjahr: 12,2 Mio. Euro). Der Cashflow liegt
bei 32,6 Mio. Euro.
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen lagen im ersten Halbjahr auf
dem budgetierten Niveau. Sie dienten der kontinuierlichen
Modernisierungen der Produktionsanlagen. Ziel ist hierbei eine
längere Nutzung der Schmelzwannen. Im zweiten Halbjahr wird
planmäßig eine Wanne im Werk Wirgesrekonstruiert.
Mitarbeiter
Zum Stichtag 30. Juni 2005 waren 1.618 Mitarbeiter bei der
Saint-GobainOberland AG beschäftigt (Vorjahr: 1.723). Grund für
den Rückgang ist die 2004 erfolgte Wannenschließung im Werk
Essen. Die Zahl der Auszubildenden wurde von 100 im
Vorjahreszeitraum auf 118 erhöht.
Ausblick
Konjunkturprognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute sind
gedämpft. Der Verbraucher übt weiter Konsumzurückhaltung. Die
Belebung des Absatzes mit Glasverpackungen durch einen
möglichen Regierungswechsel im Herbst 2005 ist fraglich. Die
Expansion von Saint-GobainOberland nach Russland ist
vorgesehen. Vorstand und Mitarbeiter begreifen die gegenwärtige
Situation als Chance zur positiven und nachhaltigen Veränderung.
Einsparungen und dynamische Aktionen werden notwendig sein,
um die Ziele hinsichtlich Umsatz und Ergebnis für das Gesamtjahr
zu erreichen.
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